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Heike Baehrens, Vorsitzende des Kreisbehindertenrings und SPD-Bundestagsabgeordnete für den Landkreis Göppingen, begrüßt die Verdoppelung des Behindertenpauschbetrags

Der Deutsche Bundestag hat wichtige Änderungen im Steuerrecht vorgenommen, die Millionen Menschen mit Behinderung und pflegebedürftigen Menschen in Deutschland zugutekommen werden. Ab dem Veranlagungszeitraum 2021 wird der steuerliche Pauschbetrag für Menschen mit Behinderung verdoppelt. Damit stehen den Betroffenen spürbar mehr Mittel für die Teilhabe an der Gemeinschaft zur Verfügung, um finanzielle Nachteile auszugleichen, die sie aufgrund ihrer Behinderung haben.

„Die Erhöhung vermeidet in vielen Fällen den aufwendigen Einzelnachweis von Aufwendungen“, stellt Baehrens fest. Zudem wird ein behinderungsbedingter Fahrtkosten-Pauschbetrag eingeführt. Bei einem Grad der Behinderung kleiner als 50 soll künftig auf die zusätzlichen Anspruchsvoraussetzungen zur Gewährung des Pauschbetrags verzichtet werden.

Auch der Pflegepauschbetrag wird erhöht, wenn Personen mit den Pflegegraden 4 und 5 betroffen sind. Für die Pflege von Personen mit den Pflegegraden 2 und 3 wird der Pflegepauschbetrag neu eingeführt.

„Diese Änderungen führen zu einfacheren Verfahren und zu mehr Steuergerechtigkeit“, freut sich Heike Baehrens, die auch Pflegebeauftragte ihrer Fraktion ist, „aber vor allem sind sie ein wichtiges Signal für mehr gesellschaftliche Teilhabe.“

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Die Behinderten-Pauschbeträge werden auf sämtlichen Stufen verdoppelt und die Systematik aktualisiert. So erhöht sich der Pauschbetrag bei einem Grad der Behinderung von 100 Prozent beispielsweise von 1.420 auf 2.840 Euro. Bei einem Grad der Behinderung unter 50 Prozent soll zudem auf die bisherigen zusätzlichen Anspruchsvoraussetzungen zur Gewährung des Pauschbetrags verzichtet werden.

Zusätzlich können Betroffene in Zukunft auf den aufwendigen Nachweis von einzelnen Fahrtkosten verzichten, da ein neuer Pauschbetrag eingeführt wird.

Schließlich wird der Pauschbetrag für die Pflege von Menschen mit den Pflegegraden vier und fünf von 924 Euro auf 1.800 Euro erhöht. Erstmals wird ein neuer Pauschbetrag für die Pflegegrade zwei und drei in Höhe von 600 Euro beziehungsweise 1.100 Euro eingeführt.

Quelle: Facebook Forum Göppingen

Regionaler Fahrgastbeirat des Landkreises Göppingen im VVS:
Neue Interessenvertretung für Bus- und Bahnkunden

Die Anliegen der Bus- und Bahnkunden im Kreis Göppingen an die richtigen Stellen zu bringen: Das ist die Aufgabe des neuen Fahrgastbeirats, den sieben Verbände am Mittwochabend im Göppinger Landratsamt gründeten. Er ist bereits an den Stuttgarter Verkehrsverbund angeschlossen und firmiert daher als „Regionaler Fahrgastbeirat des Landkreises Göppingen im VVS“. Er soll die Fragen und Anregungen der Kreisbewohner schon vor der Vollintegration am 1. Januar 2021 an den VVS weiterleiten, um somit den Übergang in den neuen Verkehrsverbund erfolgreich mitzugestalten.

Gründungsmitglieder des Regionalbeirats sind die Kreisverbände des ADFC und des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) sowie der Kreisseniorenrat, der Kreisjugendring, der Göppinger Gesamtelternbeirat, der Kreisbehindertenring und die Lokale Agenda Göppingen. Bei der Zusammensetzung orientiert sich der Göppinger Beirat am großen VVS-Fahrgastbeirat, der bereits seit 1997 aktiv an der Verbesserung des Bus- und Bahnangebots mitarbeitet.

Für den Stuttgarter Verkehrsverbund ist es ein Novum, dass ein Mitgliedslandkreis einen eigenen Fahrgastbeirat erhält. VVS-Geschäftsführer Stammler will damit die besondere Situation des Stauferkreises anerkennen. Er ist relativ weit von der Landeshauptstadt entfernt, verfügt über keine S-Bahn und ist zusätzlich am Oberzentrum Ulm orientiert. Der Sprecher des Göppinger Regionalbeirats und dessen Stellvertreter fungieren als Verbindungsglied zum Stuttgarter Fahrgastbeirat und nehmen an seinen Sitzungen teil.

Zum Sprecher des Göppinger Regionalbeirats wurde am Mittwochabend Heiko Stobinski vom VCD gewählt. Stellvertreterin ist Stephanie Hansert-Schupp vom Gesamtelternbeirat Göppingen. Jörg-Michael Wienecke, Leiter des Amts für Mobilität und Verkehrsinfratsruktur im Landratsamt, hat bei der Gründungsversammlung zugesichert, als Ansprechpartner weiterhin zur Verfügung zu stehen. Auch künftig werden einige Entscheidungen zum Bus- und Bahnverkehr in Göppingen getroffen.

Mittel- und langfristige Ziele des Fahrgastbeirats sind neben der halbstündlichen Regionalbahn-Verbindung nach Ulm die Reaktivierung der Voralbbahn und deren Verlängerung nach Kirchheim/ Teck, ein Modellversuch für den ländlichen Raum nach dem Vorbild des Hofer Landbusses und die Barrierefreiheit im Bus- und Bahnverkehr im Landkreis Göppingen. Hier findet eine enge Abstimmung mit dem Verkehrsexperten des Kreisbehindertenrings, Reinhard Grams, statt. Zunächst stehen der Bahnhof in Geislingen und der ZOB in Göppingen, welche saniert werden sollen, im Mittelpunkt. Um die Projekte angemessen begleiten zu können, sind vierteljährliche Sitzungen vorgesehen. Diese finden grundsätzlich öffentlich statt.

Mit der Neugründung des Göppinger Fahrgastbeirats versuchen alle Beteiligten die Fehler zu vermeiden, die beim „Filsland“-Fahrgastbeirat aufgetreten sind. Hier führten externe und interne Kommunikationsprobleme zum Scheitern.

In einer gemeinsamen Sitzung von VVS-Geschäftsführer Horst Stammler, Kreisverkehrsplaner Jörg-Michael Wienecke und „Filsland“ am Ende des vergangenen Jahres hatten die verbliebenen Fahrgastbeiräte Reinhard Grams (Kreisbehindertenring) und Heiko Stobinski (VCD) skizziert, wie es weitergehen könnte. Hier sicherte Horst Stammler zu, dass der neu zu bildende Regionalbeirat vom VVS anerkannt wird. Dessen Aufstellung ist der ehrenamtlichen Arbeit des Kreisbehindertenrings mit Reinhard Grams und der Vorsitzenden Heike Baehrens zu verdanken.

WEITERE INFORMATIONEN
Mitglieder im Regionalen VVS-Fahrgastbeirat des Landkreises Göppingen:
Heiko Stobinski (Sprecher), VCD-Kreisverband Göppingen
Stephanie Hansert-Schupp (Stellvertreterin), Gesamtelternbeirat Göppingen
Dirk Messer, ADFC-Kreisverband Göppingen
Reinhard Grams, Kreisbehindertenring
Tobias Klopfer, Kreisjugendring
Harald Kraus, Kreisseniorenrat
Burkhard Wollny, Lokale Agenda Göppingen
Beratung: Dr. Wolfgang Staiger, Sprecher des Stuttgarter VVS-Fahrgastbeirats (Pro Bahn)

Der Göppinger Fahrgastbeirat kann ab sofort erreicht werden unter fahrgastbeirat-gp@vvs.de. Genaue Informationen zur Vollintegration des Landkreises Göppingen in den VVS sind unter www.vvs.de/goeppingen zu finden.

Pressemitteilung anlässlich des europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung des Netzwerks „ALLE DABEI“ im Landkreis Göppingen

In Corona-Zeiten erleben viele, was es bedeutet, nur eingeschränkt teilhaben zu können. Behinderten Menschen geht es oft so. „Auch, wenn wir in diesem Jahr nicht gemeinsam feiern können wollen wir trotzdem darauf hinweisen, wie wichtig es für unsere Gesellschaft ist Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen“, teilt die Vorsitzende des Kreisbehindertenrings Göppingen Heike Baehrens, MdB mit. Das diesjährige Motto lautet „Inklusion von Anfang an. Los geht's. Mit Dir!“. „Das bedeutet, wenn wir Inklusion von Anfang an mitdenken viele Barrieren in unseren Köpfen im Umgang mit Behinderungen erst gar nicht entstehen“. Gleichberechtigte und gleichwertige Teilhabe von Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen in allen Belangen des gesellschaftlichen Lebens wird nach wie vor durch viele Barrieren eingeschränkt. In Corona-Zeiten ist es umso wichtiger den Blick auf die Belange von Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen zu richten. Es geht darum, dass Menschen mit Behinderung die Unterstützung erhalten, die selbstbestimmte gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht und im Sinne der gesetzlichen Grundlagen garantiert. Dabei sei die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen auf internationaler Ebene, sowie der Artikel 3 Abs.3 des Grundgesetzes und das Bundesteilhabegesetz auf nationaler Ebene als wesentliche gesetzliche Grundlagen benannt. Gerade in Corona-Zeiten und mit zunehmender Mittelknappheit besteht die Gefahr, dass Unterstützungsbedarfe von Menschen mit Behinderung, und gleichberechtigte Teilhabe zu erfahren als weniger wichtig angesehen werden und somit aus der öffentlichen Aufmerksamkeit gedrängt werden. Es geht darum, dass zum Beispiel Hilfen im Frühkindlichen Alter gesichert werden in Form von Frühförderung, Bildung und berufliche Teilhabe und Teilhabe am Arbeitsleben, ob in regionalen Betrieben oder in Werkstätten gesichert sind, sowie die erforderliche Unterstützung beim Wohnen in vielfältigen Wohnformen und die Unterstützung zur Teilhabe am kulturellen Leben und Freizeitunternehmungen gewährleistet werden. Dies alles kann nur dann erfolgen, wenn diese gemeinnützigen Einrichtungen und Dienste für die erbrachten Unterstützungsleistungen und die Bereitstellung der personellen und sächlichen Ressourcen auch in Corona-Zeiten mit ungewöhnlichen Ansätzen in vollem Umfang entgolten werden. Bei der aktuellen schrittweisen Öffnung des öffentlichen Lebens dürfen Menschen mit Behinderung nicht ausgeschlossen werden. Vielmehr muss dafür Sorge getragen werden, dass dabei die Schutzmaßnahmen und Hilfen dahingehend ausgerichtet werden, dass vollumfängliche Teilhabe umgesetzt werden kann und finanziell gesichert ist. Nur so kann ein inklusives und solidarisches gesellschaftliches Miteinander gelingen und im nächsten Jahr zum Gleichstellungstag findet hoffentlich wieder ein buntes Treiben auf dem Marktplatz in Göppingen statt. Infobox: Wer ist das Netzwerk "Alle Dabei!" im Landkreis Göppingen: Lebenshilfe Göppingen, Viadukt e.V., Stiftung Haus Lindenhof, Diakonie Stetten, Kreisverein leben mit Behinderung, Kreisjugendring, VHS Göppingen, Pro Familia Göppingen, Haus der Familie, Bodelschwinghschule Göppingen, Bodelschwinghschule Geislingen, Arbeits- und Lebensgemeinschaft Bad Boll, Gemeinsam leben - gemeinsam lernen, People First Göppingen, Café am Kornhausplatz, Kreisbehindertenbeauftragte, Kreisbehindertenring. Das Netzwerk „ALLE DABEI“ erstellt von Ruth Weber

Angehörige entlasten, Inklusion voranbringen – Parlament beschließt Angehörigen-Entlastungsgesetz

Die Göppinger Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens informiert über das Angehörigen-Entlastungsgesetz, das heute im Bundestag verabschiedet wurde.

Wenn pflegebedürftige die Kosten für ihre Pflege nicht selbst stemmen können, haben sie Anspruch auf die sogenannte Hilfe zur Pflege. Bevor die Sozialämter jedoch die Kosten übernehmen, wurden bisher die Kinder der Pflegebedürftigen darauf verpflichtet, einen finanziellen Beitrag entsprechend ihrem Einkommen zu leisten. Das hat Angehörige mit mittleren Einkommen nicht nur stark belastet, sondern pflegebedürftige Menschen teilweise davon abgehalten, nötige Versorgung in Anspruch zu nehmen.

Mit dem Angehörigenentlastungsgesetz wird jetzt Sicherheit für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen hergestellt: Zukünftig werden Angehörige erst ab einem Jahreseinkommen von 100.000 Euro zur Finanzierung der Pflege ihrer Angehörigen herangezogen. „Das nimmt Menschen die Angst davor, ihre Kinder im Alter zu belasten“, so Heike Baehrens, Pflegebeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion. „Stattdessen steht die notwendige Versorgung bei Pflegebedürftigkeit im Mittelpunkt. Das war uns als SPD ein großes Anliegen“.

Durch die Änderung entspricht die Regelung bei der Pflege nun den bereits bestehenden Regelungen bei der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Bei Angehörigen von volljährigen Menschen mit Behinderungen, die Eingliederungshilfe nach dem Bundesteilhabegesetz erhalten, fällt der Rückgriff auf das Einkommen dann sogar vollständig weg. „Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Inklusion von Menschen mit Behinderung und ein Zeichen der Solidarität für die betroffenen Familien.“

Das Gesetz sorgt außerdem für eine dauerhafte Finanzierung der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatungsstellen(EUTBs), die bisher bis Ende 2022 befristet war. „Die EUTBs haben sich bewährt!“, so Baehrens, die auch Vorsitzende des Göppinger Kreisbehindertenrings ist. „Am Beispiel der EUTB-Beratungsstelle in Göppingen können wir sehen, wie wertvoll es ist, dass Menschen mit Behinderung auch unabhängig von der Sozialverwaltung individuelle Unterstützung und Beratung in Anspruch nehmen können. Diese wichtige Arbeit kann jetzt langfristig fortgeführt werden und das sogar mit mehr Geld als bisher.“

Zudem wird durch das Gesetz ein Budget eingeführt, das Menschen mit Behinderungen dabei unterstützt, außerhalb von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen eine betriebliche Ausbildung aufzunehmen.

 

 

Das Angehörigenentlastungsgesetz kommt. Damit gibt es bald spürbare Verbesserungen in der Sozialhilfe und bei der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Das hat das Bundeskabinett heute beschlossen.

Die Göppinger SPD-Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens erklärt: „Viele Angehörige werden vom Sozialamt in Anspruch genommen, wenn ihre Eltern oder Kinder Sozialhilfe beziehen, weil sie zum Beispiel pflegebedürftig sind.“ „Für die Angehörigen ist das eine große Belastung. Wir wollen das ändern und ihnen den Rücken stärken, damit sie sich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren können. Dafür hat das Kabinett heute den Weg frei gemacht.“

Das Angehörigenentlastungsgesetz sieht vor, dass Angehörige künftig erst ab einem Jahreseinkommen von 100.000 Euro vom Sozialamt in Anspruch genommen werden — und zwar in der gesamten Sozialhilfe. Bisher galt diese Regelung nur bei der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Für Angehörige von volljährigen Menschen mit Behinderungen, die Eingliederungshilfe nach dem Bundesteilhabegesetz erhalten, fällt dieser sogenannte Unterhaltsrückgriff in Zukunft sogar vollständig weg.

„Als Vorsitzende des Kreisbehindertenrings Göppingen begrüße ich das Gesetz noch aus einem anderen Grund: Wir werden nämlich die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung als festen Baustein der Inklusion verankern und mit mehr Geld ausstatten. Das ist eine gute Nachricht für Menschen mit Behinderungen, die Rat und Unterstützung suchen.“

Seit 2018 fördert der Bund diese Beratungsstellen, in denen Menschen mit Behinderungen vor allem von Menschen mit Behinderungen beraten werden. Auf Augenhöhe und kostenlos können sie sich über Leistungen nach den Sozialgesetzbüchern und die zuständigen Anlaufstellen informieren. Bisher war die Beratung bis zum 31. Dezember 2022 befristet. Künftig wird es dieses Angebot dauerhaft geben, und es wird auch mit zusätzlichen Bundesmitteln versehen. Im Landkreis Göppingen ist der gemeinnützige Verein Viadukt Träger der Beratungsstelle in der Willi-Bleicher-Straße mit drei Beratern.

Darüber hinaus wird mit dem Angehörigenentlastungsgesetz ein Budget für Ausbildung eingeführt.  Dieses ermöglicht Menschen mit Behinderungen, außerhalb von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen eine betriebliche Ausbildung aufzunehmen.

„Mit dem Gesetz haben wir ein Paket geschnürt, das Inklusion ein großes Stück voranbringt und Angehörige gezielt unterstützt“, so Heike Baehrens.

Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens bleibt Vorsitzende

Bei der Mitgliederversammlung des Kreisbehindertenrings Göppingen standen turnusgemäß Vorstandswahlen an. Als Vorsitzende wurde die SPD-Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens einstimmig wiedergewählt, ebenso die stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Michael Grebner, SPD-Kreis- und Stadtrat aus Göppingen, sowie der Göppinger CDU-Kreis- und Stadtrat Felix Gerber. Neu gewählter stellvertretender Vorsitzender ist Reinhard Grams vom Stadtbehindertenring Geislingen. Seine Erfahrungen als Rollstuhlfahrer sind besonders wertvoll für den Kreisbehindertenring, der sich weiterhin für mehr Barrierefreiheit im öffentlichen Raum und im Nahverkehr einsetzt. Auch Geschäftsführerin Tina Schiffer wurde im Amt bestätigt. Als beratendes Mitglied im Sozialausschuss des Landkreises Göppingen wurde erneut Dr. Michael Grebner benannt, der von Reinhard Grams im Verhinderungsfall vertreten wird.

Aus der aktiven Vorstandsarbeit verabschiedete sich auf eigenen Wunsch die frühere CDU-Landtagsabgeordnete Jutta Schiller. Sie war 13 Jahre Geschäftsführerin des Kreisbehindertenrings, nachdem Klaus Riegert im Jahr 2000 als damaliger CDU-Bundestagsabgeordneter den Vorsitz im Kreisbehindertenring übernahm. 2013 wurde sie zur Vorsitzenden gewählt, bevor sie sich 2016 auf die Funktion einer stellvertretenden Vorsitzenden zurückzog. Das langjährige Engagement von Jutta Schiller im Kreisbehindertenring und ihren Einsatz für Menschen mit Behinderung würdigte Dr. Michael Grebner in persönlichen Worten. Heike Baehrens als Vorsitzende unterstrich, dass Jutta Schiller viele Jahre der Motor des Kreisbehindertenrings gewesen sei. „Für diesen außergewöhnlichen ehrenamtlichen Einsatz bedanken wir uns im Namen aller Mitglieder sehr herzlich“, so Baehrens.

Der Kreisbehindertenring Göppingen ist ein Zusammenschluss von insgesamt 36 Verbänden, Initiativen und Vereinen die insgesamt ungefähr 6.000 Personen repräsentieren. Ziel ist es Gleichberechtigung, Teilhabe und Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderung im Landkreis Göppingen zu erreichen.

 

Jährlich findet im Mai der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt. Im zweiwöchigen Aktionszeitraum der in Deutschland von der Aktion Mensch unterstützen Protestbewegung gibt es über 600 Veranstaltungen. Im Landkreis Göppingen wird der Protesttag regelmäßig vom Netzwerk "Alle Dabei!" organisiert.

Dass der Tag im Landkreis Göppingen fröhlich begangen, wird hat seit Jahren Tradition. Auch am 11. Mai werden ab 10.00 Uhr die Vereine und Initiativen der Behindertenhilfe den Göppinger Marktplatz wieder in einen fröhlichen Begegnungsort mit abwechslungsreichem Programm verwandeln. "Dort kann man erfahren, was die einzelnen Initiativen für ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderung leisten", so Baehrens. An den Ständen wird es zahlreiche Mitmachaktionen geben. Auch für Essen und Getränke ist gesorgt.

Beginn ist um 10 Uhr mit einem gemeinsamen Luftballonstart. Um 11 Uhr folgen Aktionen der Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Netzwerks "Alle Dabei! " und  ein Gruß von Landrat Edgar Wolff. um 12 Uhr wird der vom Landkreis und der Hohenstaufenstiftung ausgelobte Inklusionspreis verliehen. Begleitet wird der Tag musikalisch von unterschiedlichen Bands wie Taubstumm und Neuroleptica.

Unter dem Motto des diesjährigen Protesttages "#MissionInklusion - Die Zukunft beginnt mit Dir" stehen insbesondere Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt. "Wir  wollen  zeigen, dass Inklusion ein Gewinn für alle ist und dass auch Kinder mit Handicap früh in die wichtigen Entscheidungen für ihr Leben einbezogen werden müssen", erläutert die Vorsitzende des Kreisbehindertenrings Heike Baehrens, MdB.

Infobox: Wer ist das Netzwerk "Alle Dabei!" im Landkreis Göppingen: Lebenshilfe Göppingen, Viadukt e.V., Stiftung Haus Lindenhof, Diakonie Stetten, Kreisverein leben mit Behinderung,  Kreisjugendring, VHS Göppingen, Pro Familia Göppingen, Bodelschwinghschule Göppingen, Bodelschwinghschule Geislingen, Arbeits- und Lebensgemeinschaft Bad Boll, Casanova Rechberghausen, Gemeinsam leben - gemeinsam lernen, People First Göppingen, Café am Kornhausplatz, Kreisbehindertenbeauftragte, Kreisbehindertenring.

Die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung und das Thema Inklusion sind wichtige gesellschaftliche Aufgaben, denen sich das lokale Netzwerk aus dem Landkreis „Alle dabei!“ und bundesweit die „Aktion Mensch“ annehmen. Anlässlich des  „Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ findet am 11. Mai 2019 auf dem Marktplatz in Göppingen eine gemeinsame Aktion statt. Unter dem Motto “#MissionInklusion – Die Zukunft beginnt mit Dir“ werden Kinder und Jugendliche motiviert, sich für mehr Vielfalt und ein besseres Miteinander einzusetzen. „Mission Inklusion“ ist ein Aufruf, die inklusive Gestaltung unserer Lebenswelt aktiv in die Hand zu nehmen. Geboten wird ein buntes Programm beginnend um 10 Uhr mit einem Luftballonstart. Ab 11 Uhr startet die Aktion Netzwerk „Alle dabei!“ und es werden die erste Bürgermeisterin Almut Cobet, Landrat Edgar Wolff und Sozialdezernent Rudolf Dangemayr ihre Grußworte sprechen. Die Verleihung des Inklusionspreises findet um 12 Uhr statt und danach gibt es ein kreatives unterhaltsames Programm mit den Bands „Staubstumm“, „Neuroleptica“ und anderen. Ende wird gegen 14:30 Uhr sein.

In einem zweitägigen inklusiven Workshop im Bildungszentrum der Lebenshilfe haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Motto des diesjährigen Gleichstellungstages „Die Zukunft beginnt mit mir“ beschäftigt. Das Ergebnis werden die Teilnehmer am 11. Mai auf dem Göppinger Marktplatz mit Plakaten und Aktionen präsentieren. Durch den Workshop hätten die Betroffenen den Mut gefunden ihre Wünsche und Gedanken für ihre eigene Zukunft zu äußern, berichtet die zuständige Projektleiterin für das Netzwerk „ALLE DABEI“ Ruth Weber von der Lebenshilfe.

 

Bei der Sitzung des Kreisbehindertenrings im Mehrfamilienhaus in Geislingen konnte die Vorsitzende Heike Baehrens, MdB ein neues Mitglied im Kreisbehindertenring begrüßen. Mit der "Selbsthilfegruppe Krebs Geislingen" hat sich dem Kreisbehindertenring nun die 36. Initative im Landkreis angeschlossen. Die Leiter der Gruppe Wolfgang Marasek und Hans-Peter Fleischer stellten den anderen Mitgliedern auf der Sitzung die Arbeit der Selbsthilfegruppe vor.

Auf der Sitzung konnten die Teilnehmer auch den neuen Schriftführer des Kreisbehindertenrings begrüßen. Einstimmig gewählt wurde der stellvertretende Vorsitzende des VdK-Ortsverbandes Geislingen Harald Mertineit aus Böhmenkirch.

Der Sozialdezernent des Landkreises Rudolf Dangelmayr berichtete über den Stand der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes im Kreis und stellte sich den Fragen der anwesenden Mitgliedern. Eine neu eingerichtete Anlaufstelle für Menschen mit Einschränkungen und Hilfebedarf ist die sogenannte Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB). Sie soll gewährleisten, dass Menschen mit Unterstützungsbedarf unabhängig von Kassen und anderen Kostenträgern eine umfangreiche Beratung erhalten. Dazu stellten sich die für den Landkreis Göppingen Verantwortlichen Rudolf Bede (Viadukt Hilfen für psychisch Kranke) und Silke Prandstätter (Kreisverein Leben mit Behinderungen Göppingen) vor.

Die Vorsitzende des Kreisbehindertenrings Göppingen, Heike Baehrens, MdB, kommentiert die gestrige Abstimmung im baden-württembergischen Landtag:

Die SPD wollte mit ihrem Antrag erreichen, dass bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr alle Menschen mit Behinderungen in Baden-Württemberg das Wahlrecht besitzen sollen. Derzeit sind Menschen, die einen gesetzlichen Betreuer haben, vom Wahlrecht ausgeschlossen.

„Die grün-schwarze Mehrheit im Innenausschuss hat den Antrag abgelehnt und damit eine echte Chance zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung beim Wahlrecht verpasst“, findet Heike Baehrens. „Dies bedaure ich sehr, denn das Wahlrecht ist ein Grundrecht“, unterstreicht Baehrens. „Menschen mit Behinderung können sehr wohl eine informierte Entscheidung treffen und ihren politischen Willen ausdrücken. Dies zu ermöglichen, sollte unser aller Absicht sein. Unterstützung wie Wahlassistenz oder Informationen in leichter Sprache können hier hilfreich sein. Dafür werde ich mich weiterhin im Rahmen des Kreisbehindertenrings und darüber hinaus einsetzen.“

In Bremen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein sind entsprechende Gesetzesänderungen bereits erfolgt. In weiteren Bundesländern steht eine solche Entscheidung bevor. Und auch die Koalitionsfraktionen im Bund haben vereinbart, bei den Wahlen zum Deutschen Bundestag und zum Europäischen Parlament die bestehenden Wahlrechtsausschlüsse für Menschen mit Behinderungen aufzuheben.

Quelle: Neue Württembergische Zeitung | Peter Buyer
07.05.2018

Zum europaweiten Protesttag zur Gleichstellung zeigt das Netzwerk „Alle dabei!“ wie Inklusion in und um Göppingen geht.

Fest statt Protest: Statt mit einer Demonstration durch die Straßen zu ziehen, präsentierten Vereine und Initiativen der Behindertenhilfe ihre Arbeit und Projekte am Samstag mitten in der Stadt auf dem Marktplatz. „Inklusion von Anfang an“ war das Motto des diesjährigen Protesttags zur Gleichstellung. Mit dem Angebot auf dem Marktplatz erreiche man mehr Aufmerksamkeit und mehr Menschen als mit einer Demonstration durch die Straßen der Stadt, sagt Heike Baehrens, Vorsitzende des Kreisbehindertenrings und SPD-Bundestagsabgeordnete. Das heiße aber nicht, dass Protest nicht mehr nötig sei, „dass Thema Gleichstellung wird uns noch lange beschäftigen und es gibt immer noch viele Vorbehalte und Berührungsängste.“

Baehrens und das Netzwerk „Alle dabei!“ wollen „Barrieren abbauen“. Die gebe es weiterlesen

Europäischer Protesttag
zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai 2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung steht in diesem
Jahr unter dem Motto „Inklusion von Anfang an“. Das Göppinger Netzwerk „Alle Dabei!“
lädt Sie sehr herzlich ein, auch mit dabei zu sein am

05. Mai 2018 auf dem Göppinger Marktplatz ab 10 Uhr  ...weiterlesen "Einladung zum Gleichstellungstag am 5. Mai"

Auf der jüngsten Sitzung des Kreisbehindertenrings in Ebersbach wurde das langjährige Vorstandsmitglied Veronika Probost verabschiedet. Bereits seit den 80er Jahren engagierte sie sich im damals noch jungen Kreisbehindertenring. Ihr berufliches Engagement als Geschäftsführerin der Lebenshilfe verband sie immer eng mit dem ehrenamtlichen sozialpolitischen Engagement. Nicht nur im Kreisbehindertenring, sondern auch an vielen anderen Stellen im Landkreis. So war Veronika Probost jahrelang Mitglied im Sozialausschuss des Landkreises.

Jutta Schiller und Walter Hertle, beide stv. Vorsitzende des Kreisbehindertenrings, würdigten Probosts jahrzehntelangen Einsatz für Menschen mit Behinderung. „Frau Probost war immer ein Aktivposten im Kreisbehindertenring. Sie brachte sich nicht nur tatkräftig ein, sondern lieferte auch immer neue Ideen um auf die Situation behinderter Menschen im Landkreis aufmerksam zu machen“, so Hertle.

An der Sitzung nahm auch der Ebersbacher Bürgermeister Eberhard Keller teil, der einen kurzen Überblick über die Maßnahmen der Stadt für mehr Barrierefreiheit gab. Die Mitglieder planten auch den Infostand für den Gleichstellungstag auf dem Göppinger Markplatz am 5. Mai.

v.l. Jutta Schiller mit Veronika Probost
v.l. Jutta Schiller mit Veronika Probost

v.l. Veronika Probost, Walter Hertle, Jutta Schiller und Bürgermeister Eberhard Keller
v.l. Veronika Probost, Walter Hertle, Jutta Schiller und Bürgermeister Eberhard Keller

Quelle: Neue Württembergische Zeitung | Joa Schmid
05.12.2017

Vorweihnachtliche Bescherung bei der Göppinger Volksbank: Dieses Mal spendete das Geldinstitut 135.000 Euro an wohltätige Organisationen im Landkreis.

Auch dieses Mal strahlten Geber und Beschenkte bei Kaffee und Gutsle um die Wette: Alle Jahre wieder macht die Göppinger Volksbank am Jahresende ihren Geldbeutel auf. Dieses Mal wurden gemeinnützige Institutionen im Landkreis mit Spendenschecks im Wert von zusammen 135 000 Euro bedacht.

Rund 108 000 Euro hatte die  Volksbank bereits im Lauf des Jahres für den guten Zweck ausgegeben. Die Gelder kamen aus dem Gewinnsparen der Kunden und Mitglieder zusammen. Dabei wird monatlich weiterlesen

Die Vorsitzende des Kreisbehindertenrings Göppingen Heike Baehrens, MdB kritisiert den Ausschluss einer ganzen Gruppe von Menschen vom Wahlrecht anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung. Seit 1993 fördert dieser Tag am 3. Dezember das Bewusstsein in der Öffentlichkeit für die Belange von Menschen mit Behinderung.

„Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ So heißt es in Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes. Dennoch sind viele Menschen mit Behinderung von dem Grundrecht, wählen zu gehen, ausgeschlossen. Heike Baehrens kritisiert: „Menschen, die auf eine Betreuung in allen Angelegenheiten angewiesen sind, werden aus dem Wahlregister gestrichen. Dabei sollten auch sie selbstverständlich wählen gehen.“

Das wurde vor der Bundestagswahl von den Betroffenen auch bei verschiedenen Veranstaltungen der Lebenshilfe Göppingen und des Viadukt e.V. kritisiert. Dem kann die Baehrens nur zustimmen. Sie fordert eine Aufhebung dieser Diskriminierung und verweist dabei auch auf die VN-Behindertenrechts¬konvention, die in Deutschland seit 2009 in Kraft ist.

„Alle Menschen müssen Zugang haben zum öffentlichen Raum, aber auch zu Arbeit und einem möglichst selbstbestimmten Leben“, so Baehrens weiter. Dazu habe man gerade mit dem Bundesteilhabegesetz in der letzten Legislaturperiode schon einen wichtigen Schritt getan. Die Arbeit müsse nun weitergehen.

Quelle: Stuttgarter Nachrichten | Karen Schnebeck 

Der Filstal-Mobilitätsverbund geht einen weiteren Schritt in Richtung mehr Kundenfreundlichkeit: Er gründet einen Fahrgastbeirat.

Kreis Göppingen - Die Verkehrsplaner im Göppinger Landratsamt haben in den vergangenen Monaten immer wieder Rückschläge hinnehmen müssen. Vor allem das anhaltende Chaos auf der Filstalbahn und die Nachricht, dass der Metropol­express von Dezember 2019 an zunächst nur bis Süßen statt wie geplant bis Geislingen fährt, verärgert viele Kunden. Am Mittwoch konnte weiterlesen

Quelle: Neue Württembergische Zeitung (NWZ) | DAVID STELLMACHER |

Unter dem Motto „Wir gestalten unsere Stadt“ sollte der Aktionstag zur gelungeneren Inklusion von Menschen mit Behinderung auf deren konkrete Bedürfnisse hinweisen – und in sozialpolitischer Perspektive der Öffentlichkeit ein starkes Zeichen des gemeinsamen Engagements aufzeigen.

Foto: David Stellmacher Den Scheck für den inklusiven Chor aus Zell überreichte Dr. Michael Grebner von der Hohenstaufenstiftung.

„Wie kann diese Stadt, wie kann unser Landkreis Göppingen weiterentwickelt werden, damit es noch besser gelingt, dass Menschen mit Behinderung mitten unter uns sind“, unterstrich die Vorsitzende des Kreisbehindertenrings, Heike Baehrens, das Anliegen des Gleichstellungstages. Sie zeigte sich erfreut über die große Zahl an Besuchern und Ausstellern, die am Samstag den Marktplatz säumten. Zahlreiche Engagierte klärten dabei viele hundert Besucher über Inklusion, Barrierefreiheit und die eigene Arbeit auf. ...weiterlesen "Aktionstag: Inklusion gemeinsam gestalten"

Das Netzwerk „Alle dabei“ wird den Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 13. Mai auf dem Göppinger Marktplatz begehen. Ab 10 Uhr stellen sich die Vereine, Gruppen und Verbände vor. Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein interessantes und unterhaltsames Programm mit vielen kreativen Aktionen. Von inklusiven Aktivitäten über musikalische und tänzerische Darbietungen bis zu kulinarischen Leckereien haben sich die Teilnehmer vieles für die Gäste einfallen lassen. Um 12.15 Uhr ...weiterlesen "EINLADUNG zum Gleichstellungstag auf dem Marktplatz Göppingen am 13. Mai"

Chancen und Wege für Junge Menschen mit Behinderung

am Mittwoch, den 10. Mai 2017 um 16:30 Uhr im Bildungszentrum der Lebenshilfe Göppingen, Vorderer Berg 50/1, Göppingen-Jebenhausen

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde des Kreisbehindertenrings Göppingen,
mit Ende der Schulzeit beginnt für alle Jugendlichen ein neuer Lebensabschnitt. Allerdings haben es Menschen mit einem Handicap nach wie vor schwerer,
auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt Fuß zu fassen.
Rainer Lippmann von der Bundesarbeitsagentur zeigt Wege ...weiterlesen "EINLADUNG „Perspektive Arbeitsmarkt“ am 10. Mai"

Quelle: Geislinger Zeitung | Claudia Burst |

Es ist noch ein weiter Weg zur Barrierefreiheit: So lautete gestern nach eineinhalb Stunden Ortsbegehung in Geislingen das Resümee von Claudia Oswald-Timmler, der Behindertenbeauftragten des Landkreises Göppingen. Sie hatte Verantwortliche aus diversen Fachbereichen eingeladen (siehe Infokasten), um gemeinsam mit unterschiedlich beeinträchtigten Menschen die Strecke vom Nel Mezzo bis zum Zentralen Omnibusbahnhof abzugehen. Ziel war es, dass alle Beteiligten die jeweiligen Schwierigkeiten von Betroffenen hautnah miterleben und dadurch bei künftigen Bau- oder Sanierungsmaßnahmen entsprechend sensibilisiert sind.

Interessant wurde es für die Vertreter des Straßenbauamts, der Geislinger Verwaltung und den Verkehrsreferenten der Polizei schon kurz nach dem Start – beim Überqueren der Werkstraße mit den beiden dortigen Verkehrsinseln. Die hatte die Stadt erst im vergangenen Jahr saniert und in diesem Zusammenhang sowohl die Gehwege abgesenkt als auch Rampen an die Verkehrsinseln gebaut, um Rollstuhlfahrern die  Auffahrt zu erleichtern. Statt Begeisterung mussten sich Oberbürgermeister Frank Dehmer und Tiefbauamtsleiter Ulrich Weingart jedoch Kritik anhören: Die Rampen seien zu steil für handbetriebene Rollstühle und für Rollatoren, der Ampel fehle das akustische Signal für Sehbehinderte, dem Überweg ein Blindenleitsystem mit entsprechend spürbaren Markierungen im Straßenbelag.

Gisela Kohle vom Stadtbehindertenring STeiGle zeigte sich enttäuscht, dass die Insel nicht ganz auf Straßenniveau abgesenkt wurde, wie es nach einer Begehung im Vorjahr angedacht war. „Wir haben die Wahl zwischen einer Vorzeigekreuzung oder möglichst vielen Stellen, die wir so weit wie möglich barrierefrei machen“, verdeutlichte Dehmer das Dilemma. Im Haushalt seien für Maßnahmen zur Barrierefreiheit 25 000 Euro pro Jahr eingestellt, damit ließen sich nicht alle Hindernisse auf Anhieb optimal beseitigen. Es müssten Kompromisse eingegangen werden. Lob erhielten Weingart und Dehmer von Gisela Kohle für die „vorbildliche Lösung“ beim Bau des Überwegs in der Mühlstraße, der bei einer aufwendigen Straßensanierung umgesetzt wurde. Auf dem Weg zum Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) fielen allen Beteiligten die nicht abgesenkten Gehwege an der Hauffstraße in Höhe der Bahnhofstraße auf. Diese verlangen von den Rollifahrern einen Umweg zur nächsten Absenkung.
...weiterlesen "Hindernisse für behinderte Menschen abbauen"

Quelle: Neue Württembergische Zeitung | ANNEROSE FISCHER-BUCHER |

An den mehr als 30 Beratungs- und Informationsständen der Ideenbörse „Freizeit und Urlaub“, die am Samstag im Göppinger Landratsamt aufgebaut waren, herrschte reges Treiben. Viele Besucher mit Kindern schauten sich die Angebote der Aussteller an, zu denen das Netzwerk „Freizeit und Inklusion“ und der Elternbeirat der Göppinger Bodelschwingh-Schule geladen hatten. Die Veranstaltung, die zum dritten Mal stattfand, soll das selbstverständliche Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung in der Freizeit fördern.

In Vertretung von Landrat Edgar Wolff stellte der Sozialdezernent des Landkreises, Hans-Peter Gramlich, bei seiner Begrüßung die „Teilhabeplanung“ des Landkreises vor. Gemeinsame Freizeit ermögliche Teilhabe, Abwechslung und Sozialkontakte und sei ein Bestandteil von Inklusion. „Niemand ist perfekt und in jedem Menschen stecken Talente“, so Gramlich, „wenn Inklusion gelingt, wird die Gesellschaft durch die Vielfalt bereichert“.
...weiterlesen "Ideenbörse als Auftakt zu Inklusionspreis"

Quelle: Geislinger Zeitung | Kathrin Bulling |

Wir sind kein Kaffeerunden-Verein, sondern engagieren uns politisch und machen auf Probleme aufmerksam.“ Reinhard Grams vom Stadtbehindertenring STeiGle bringt das Selbstverständnis der Gruppe auf den Punkt.

Rund 25 Mitglieder hat STeiGle derzeit. Es ist eine kleine Runde, die sich eine große Agenda verordnet hat: Menschen mit Behinderung zu beraten, das Bewusstsein für eine barrierefreie Umwelt zu wecken, Missstände zu kritisieren und zur Lösung von Problemen bei der Inklusion beizutragen. Aktuelle Schwerpunkte sind konkret der öffentliche Personennahverkehr, Schwellenfreiheit im öffentlichen Raum und barrierefreies Bauen.

Das seien viele Aufgaben, bestätigt Gisela Kohle. Um die eigenen Kräfte möglichst wirkungsvoll einsetzen zu können und in der Öffentlichkeit besser wahrgenommen zu werden, hat STeiGle beschlossen, Funktionen und Aufgaben klar zu verteilen und sich so neu zu organisieren: Gisela Kohle übernimmt den Vorsitz, Sprecher ist Michael Schima. Vorstandsvertreter sind Michael Schima und Klaus Kohle. Um die Finanzen kümmert sich ­Nicole Stanchfield, die Öffentlichkeitsarbeit übernehmen Reinhard Grams und Klaus Kohle.

In Geislingen wachse zwar das ­Bewusstsein für inklusive Themen, sagt Klaus Kohle, dennoch bleibe noch viel zu tun – Stichwort barrierefreier Bahnhof. Er betont: „Alles, was barrierefrei ist, kommt allen Menschen zugute – das ist der ­Inklusionsgedanke in Reinkultur.“

Info: Der Stadtbehindertenring trifft sich jeden zweiten Montag im Monat um 18 Uhr im Geislinger Mehrgenerationenhaus. Weitere Auskünfte zu STeiGle gibt es bei Gisela Kohle unter ☎ (07331) 6 06 96.

Quelle: Neue Württembergische Zeitung (NWZ) |

Bei den Paralympics in Rio de Janeiro sind auch zwei Athleten aus dem Kreis Göppingen dabei. Reinhold Bötzel und Markus Rehm kämpfen um Gold.

Vom 7. bis 18. September finden die Paralympics in Rio de Janeiro statt. Es wird insgesamt 526 Wettkämpfe in 23 Sportarten geben. Die Vorsitzende des Kreisbehindertenrings Göppingen Heike Baehrens freut sich, dass die Paralympics immer mehr sportbegeisterte Anhänger finden. „Die Paralympics zeigen uns, dass man auch mit einem Handicap sportliche Spitzenleistung bringen kann. Es lohnt sich, die Wettbewerbe in Brasilien im Fernsehen zu verfolgen und mit den Athleten mitzufiebern.“
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